HISTORIE

1872

Am 23. April 1872 eröffnete Brüne Grashoff im Hause Schüsselkorb 23. in Bremen die bis heute bestehende Delikatessenhandlung. Er handelte gleich von Beginn an mit frischen Pralinen aus Brüssel, Pasteten aus Frankreich und Frühgemüse aus Holland – und das nur mittels Transport mit Zug und Pferdewagen und ohne elektrische Kühlung!

1872

Im Juni führt Brüne Grashoff die Bewirtschaftung anlässlich der Verabschiedung der österreichisch-ungarischen Expedition zum Auffinden des Nordpols ein Catering in Bremerhaven aus. Der große Erfolg dieser Veranstaltung führte zu großem überregionalem Ruhm für das noch junge Unternehmen.

1872

Schon kurz nach Eröffnung berichtete der Bremer „Courier“ am Sonntag, 09. Juni 1872 positiv unter der Rubrik „Bremer Sachen“: „Die Grashoff’sche Delikatessenhandlung im Schüsselkorb, welche eine sehr große Auswahl anbietet, findet mehr und mehr die Gunst des Publikums. Das junge Unternehmen genießt bereits einen über das Weichbild der Stadt hinausreichenden Ruf. Es spricht dafür u.a. die Tahtsache, daß aus diesem Etablissement die feineren Gerichte für das Dinner, welches in Bremerhafen zu Ehren der österreichischen Nordpol-Expedition veranstaltet werden, bezogen sind.“

(Dieser Text ist in der damaligen Schreibweise zitiert.)

1880

Brüne Grashoff bewarb sein Angebot seinerzeit sehr intensiv mit Annoncen in den Bremer Zeitungen wie beispielesweise mit dieser um 1880 herum.

1900

28 Jahre lang führte Brüne Grashoff erfolgreich sein Geschäft. Da er jedoch keine Erben hatte, verkaufte er sein Feinkostgeschäft am 20. April 1900 an Johann Georg Schmidt. In einer gemeinsamen Anzeige gaben beide die Übernahme des Geschäftes öffentlich bekannt.

1901

Der junge aus Achim stammende Käufer war Johann Georg Schmidt führte es in bester Manier weiter. Viele Details aus der Geschäftsübernahme und den ersten Jahren können Sie in der gedruckten Historie „Es soll kein Geheimnis bleiben“ erfahren.

1925

Ein beeindruckendes Schaufenster in den 1920er Jahren. Fasane im Federkleid, russischer Kaviar „feinste Auslese“, frische Pasteten, feines Gemüse und noch viel mehr. Ob – und wenn ja – wie das alles im Schaufenster gekühlt wurde konnten wir leider nicht herausfinden.

1928

Johann Georg stirbt überraschend und seine Frau Louise, von den Bremern liebevoll „Lilli“ genannt, übernimmt kurzerhand die Geschäftsführung. Sie wurde eine der beachteten Persönlichkeiten der Hansestadt.

1945

Kriegsende – das Geschäftshaus am Schlüsselkorb ist eines der wenigen nicht durch Bomben zerstörten Häuser. Louise brachte die Firma nach dem Tod ihres Mannes durch die Weltwirtschaftskrise und mit ihrem Sohn Helmut und Ihrer Schwiegertochter Else durch den Weltkrieg. Doch die Freude währt nur kurz. Sie verstarb noch im selben Jahr.

1957

Unser Ladengeschäft Ende der 1950er Jahre herum – photographiert von dem damals jungen Jürgen D. Schmidt. Die nach dem Krieg leeren Regale und Auslagen waren wieder gut gefüllt und die Zeit des Wirtschaftswunders begann.

1961

Unser Ladengeschäft nach dem Umzug in die Sögestraße. Das dieser Umzug überhaupt erst möglich war, ist einem Termin beim Frisör zu verdanken, bei dem sich Helmut Schmidt und Carl Ronning zufällig die Haare legen ließen. Die ganze spannende Geschichte dazu können Sie in der Grashoff-Historie lesen „Es soll kein Geheimnis bleiben“.

1972

Eine der frühen Speisekarten aus dem noch jungen Bistro. Es war das einzige französische Bistro seiner Art weit und breit. Da viele unserer Kunden reisefreudige Kaufleute waren und sind wurde diese kulinarische Bereicherung Bremens schnell sehr erfolgreich.

1975

Ein kleiner Teil der Grashoff-Belegschaft in den 1970er Jahren vor dem Geschäft in der Sögestraße. Das Bild entstand spontan. Der Hund gehörte nicht mit zur Belegschaft, kam aber zufällig vorbei und blieb für den Moment.

1976

Anlässlich einer Würstchenverkostung im Bistro für das Fachblatt „Essen & Trinken“ ist Rudolf Landrock, der Obermeister der Fleischerinnung Bremen, geladen. Wie es das Schicksal so will wird seine zweite Tochter Elke Jahre später den Grashoff-Junior Oliver D. Schmidt heiraten – das konnte damals aber noch niemand ahnen.

1977

Die neuen Geschäftsräume unserer Konfitürenproduktion (im Firmenjargon liebevoll „Marmelade“ genannt), die ca. 1964 nebenbei aus einigen Kisten nicht verkaufter Blutorangen entstand, ist so groß geworden, das sie 1977 ein neues Zuhause bekommt.

1978

Das erste Buch mit Photographien von Menschen mitten im Leben von Jürgen D. Schmidt und humorvoll-bösen Aphorismen von Ken Kaska wird veröffentlicht. Eine sehr unterhaltsame und zum Nachdenken anregende Essenz der Lebensweisheiten in Wort und Bild.

1978

Zum ersten Mal werden wir mit dem begehrten Michelin-Stern ausgezeichnet. Bis 2002 haben wir ihn in allen 25 Jahren wiederbekommen.

1984

Oliver D. Schmidt beginnt seine Ausbildung zum Koch mit einem halbjährigen Praktikum bei Anton Mosimann im Dorchester Hotel an der Park Lane in London. Es folgen Ausbildungsjahre im Hotel Nassauer Hof in Wiesbaden und in der „Ente vom Lehel“ von Hans-Peter Wodarz.

1985

Letzte Aufnahme vor dem alten Geschäft in der Sögestraße 54 vom Samstag, 11. Mai 1985. Nach 20 Jahren an diesem Ort verabschieden wir uns, um von da ab das neue Geschäft am Hillmannplatz zu beleben.

1985

„Hervorragende Leistungen, einmalige Disziplin, beste Organisation – Elke Landrock (Bremen) und Ralf Nagel (Ludwigsburg) sind die großen Sieger“ titelte die Presse nach dem erfolgreichen Abschneiden Elke Schmidts (geb. Landrock) als frisch gebackene Bundessiegerin des Bundes-Fleischerjugend-Leistungswettbewerbs.

1985

Mit dem Einzug in die neuen Geschäftsräume übernimmt Barbara Schmidt die Serviceleitung des Bistros und kümmert sich mit Ihrem Team um unsere Gäste.

1986

Eine Sammlung edler, alter Spirituosen, die wir direkt von den Destillateuren beziehen, bereichert das Sortiment. Sicherlich nichts für den Alltag, aber wenn der richtige Moment gekommen ist, sollte man ihn veredeln!

1987

Gert von Paczensky und Jürgen D. Schmidt bei den Recherchen für das gemeinsame Buch „Champagner“. Hier stärken sie sich für das Tagwerk in ihrem Basislager beim Winzer André Secondé. Das Buch wurde wie das drei Jahre zuvor erschienene Werk „Cognac“ zum deutschsprachigen Standardbuch zum Thema erklärt und mit einer Medaille ausgezeichnet.

1992

„Die Lizens zum Grillen“ und noch viel mehr: Am 24. Juni 1992 legte die gelernte Fleischereifachverkäuferin Elke Schmidt mit großem Erfolg ihre Prüfung zur Fleischermeisterin ab. Nicht nur ihr Vater Rudolf Landrock, selbst Fleischermeister und über 25 Jahre Obermeister der Fleischerinnung Bremen, waren und sind stolz.

 

Jürgen und Olli mit Pfeife

1996

Oliver D. Schmidt wird nach umfassender Ausbildung zum Koch, Handelsbetriebswirt und Feinkostverkäufer und drei Jahren Tätigkeit im Hause Grashoff Teilhaber und leitet nun die Geschäfte zusammen mit seinem Vater.

1997

Oliver D. Schmidt veröffentlicht mit dem Album „Schmidts Midnight Special“ seine erste CD mit Jazz- und Bluestiteln. Sie ist der perfekte Begleiter für die späten Stunden des Tages, Damen von Welt und trockene Martini Cocktails.

1999

Oliver Schmidt eröffnet am 23.01.1999 die „Schmidts Wein- & Sandwichbar“ am Blumenmarkt in Bremen.

Eine neue kulinarische Idee bereichert von nun an das Stadtzentrum.

2003

Am 13. Mai 2003 wurde Grashoffs Feinkostgeschäft mit dem Titel „Feinkostgeschäft des Jahres 2003“ geehrt. Wir freuen uns sehr über die Anerkennung unserer Leistungen!

2003

Oliver D. Schmidt wird für seine Arbeit an unserer umfassenden Weinkarte mit dem von der Sektkellerei Fürst von Metternich verliehenen „Metternich-Award 2007“ für die „am besten kommentierte Weinkarte“ Deutschlands ausgezeichnet.

2009

Am 23. Januar 2009 wird Oliver D. Schmidts Wein- & Sandwichbar 10 Jahre jung! Ein kleiner Grund zu feiern.

2012

Im Oktober hat Elke Schmidt erfolgreich die Prüfung zur Sommelière vor der IHK Koblenz abgelegt. Sie ist somit die einzige Fleischereimeisterin-Sommelière der Firmengeschichte – wahrscheinlich auch ganz Deutschlands!

2012

Es soll kein Geheimnis bleiben: Endlich liegt die interessante Geschichte des mittlerweile über 140 Jahre jungen Delikatessengeschäftes in Wort und Bild vor.

2013

Nach langen Vorbereitungen haben wir es geschafft: unsere Manufaktur wurde nach dem International Food Standard IFS zertifiziert – higher Level mit über 95%!

2017

Nach nunmehr 50 Jahren, in denen viele unserer köstlichen Produkte mit Vertriebspartnern auch überregional gehandelt wurden, übernimmt am 01.09.2014 unsere neue Vertriebs-KG alle Handelsgeschäfte selbst. Nun erreichen wir die kulinarisch Interessierten in Europa alle direkt – ist das nicht schön?!