Masterclass W&J Grahams Port

300 Years of History!

Von Sommelière Elke Schmidt, Inhaberin Grashoff

Herzlichen Dank an

Familie Symingnton, Herrmann Stöckmann, Marc Almers und Maximilian Wilm für den unglaublichen Abend.
Man denkt ja immer, man weiß schon was, aber dann gibt wieder so viel Neues zu entdecken. Wir durften starten mit Portwein, wie man ihn wohl nie ins Glas bekommt. Ein Wein, der erst nach der Gärung aufgesprittet wurde, gegen einen heute üblich hergestellten Port, bei dem die Gärung durch Zugabe von Eau de Vie während der Gärung gestoppt wird und somit ein Portwein der heutigen Stilistik entsteht. Im dritten Glas bekamen wir eine Probe des Eau de Vie mit 77%vol mit dem Portwein traditionell aufgesprittet wird. Ein besonderes Erlebnis.

 

Der nächste Flight bestand aus Graham’s Tawny 1974 Single Harvest und Graham’s Vintage 1977.

Beide deutliche Vertreter ihrer Stylistik. Beim Tawny wunderbare Trockenfruchtaromen, sehr gute Säure und schöne Cremigkeit. Der Vintage schon mit deutlichen Farbabbau, jedoch reich an  Fruchtaromatik. Hier durften wir lernen, dass die geschichtliche Situation der Diktatur unter Salazar von Anfang der 1930er Jahre bis 1974, durchaus Einfluss auf die Qualitäten dieser Jahrgänge hatte.  

Zu dieser Zeit konnten die Portweinproduzenten ausschließlich auf den staatlichen Monopolsprit zurückgreifen. 

Spituosen
im Grashoff Onlineshop

Dritter Flight, Graham’s Tawny Single Harvest 1994 sowie Graham’s Vintage Port 1994

Hier kam nun alle Perfektion zum Tragen, beide Weine waren in ihrer Stylistik auf dem Punkt.

Es stimmte wirklich alles: Farbe, Säure, Fruchtbalance, kaschmirweiche Tannine und lebendige Frische beim Tawny.  

Wer Portwein in seiner vollen Faszination erleben möchte ist in dieser Altersklasse bestens aufgehoben. 

Hier hörte aber der Abend noch lange nicht auf, verwöhnt wurden wir weiterhin mit  

Graham’s Tawny 2003 First Flight, sowie mit dem Jahrhundertjahrgang Graham’s Vintage Port 2003. 

Ein ganz besonders perfektes Erlebnis. Deutlich unterschiedlich in der Aromatik, exzellent präsentiert in der Frucht, beim Tawny eben diese wunderbaren Aromen von vollreifen Rosinen, Quittenbrot, aber auch zitrische Frische, die gekühlt serviert nochmals die Vielschichtigkeit dieses Tawnys unterstreicht. Der Vintage war in so guter Verfassung, dass man sich fast schon bei ihm entschuldigen muss, ihn aus der Flasche geweckt zu haben. Da bleibt mir die wunderschöne Verabredung mit diesem Port in den kommenden Jahren, wenn nicht Jahrzehnten. 

Was nimmt man mit von einem solchen Abend? Tiefe Dankbarkeit, sich mit solchen perfekten Verführern umgeben zu dürfen. Leider hat alles Schöne auch ein Ende. 

All denen, die Portwein für altmodisch halten, sei gesagt: Ihr verpasst das Beste!

 

Bleibt Weinneugierig
Eure Elke Schmidt 
Grashoff’s Sommelière 


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